Frühling - Zeit für die Gartengestaltung
Die Sonne scheint und verleitet zum Grillen. Unser “Garten” ist jedoch eher ein Acker bzw. eine Kraterlandschaft und der Grill steht auf einer Holzpalette. Momentan haben wir zwar eine edle Holzterrasse, doch diese besteht nicht etwa aus Bankirai, sondern ebenfalls aus Einwegpaletten. - Es wird Zeit für die Gartengestaltung.
Pflasterarbeiten:
Als erstes planen wir die Pflasterarbeiten (natürlich werden wir diese auch in Eigenleistung erstellen). Also, wie groß soll die Terrasse, die Auffahrt, … werden. Rund oder eher eckig? Welchen Stein? Klinker oder Betonstein? Welche Farbe?
Nach diversen Besuchen bei Baustoffhändlern haben wir uns für den Betonstein AHE Schaumburger Rustikal gerumpelt im Farbton “terrabunt” geeinigt. Die Randeinfassung soll grau werden.
Beim auskoffern der Pflasterflächen haben uns unsere Nachbarn tatkräftig unterstützt! Nachdem die 30 to. Recyclingschotter als Unterbau verteilt und verdichtet waren, konnte ich mit der Randeinfassung beginnen. Anschließend haben Sabine und ich die “Bettung” (ca. 5cm Split) verteilt. Das eigentliche Pflastern ging relativ schnell, da ich alles nur nach Feierabend oder am Wochenende machen kann, ziehen sich die Arbeiten doch etwas in die Länge. Die Terrasse ist mittlerweile fertig, als nächstes geht es dann mit der Auffahrt weiter. Hier ist bisher nur der Unterbau (Recyclingschotter) fertig.
Zum Geburtstag habe ich einen großen Marktschirm (3,50m Durchmesser) geschenkt bekommen. Als Schirmständer haben wir hierfür vorher einige Alu-Rohre (vom Schrottplatz) in die Terrasse einbetoniert, so dass nur das Rohr bündig zum Pflaster ist. So muß man keinen schweren Schirmständer schleppen und steht nirgendwo im Weg herum. Man kann den Schirm einfach in eines der Rohre stellen.
Inzwischen ist auch der Eingangsbereich fertig. Hier haben wir uns jedoch für Pflasterklinker entschieden. Der Bereich mußte mit einigen cm Beton aufgefüllt werden. In den frischen Beton habe ich dann die Klinker gelegt und später verfugt. Jetzt muß ich die Klinker nur noch absäuern damit der Zementschleier verschwindet.
Garten:
Das Baugebiet liegt an der Lehmstrasse. Und den Namen trägt die Straße nicht einfach nur so. Der Boden ist hier tatsächlich sehr lehmhaltig und Regenwasser versickert nur sehr schlecht. Zusätzlich ist der Boden rund ums Haus vom Bau sehr stark verdichtet. Was kann man also tun, um den Boden aufzulockern? Es gibt mehrere Möglichkeiten die wir von Landschaftsgärtnern, Landwirten und aus dem Internet erfahren haben.
1.) Tiefwurzler wie z.B. Lupinen sähen und später untergraben.
2.) auflockern mit einem Pflug, der möglichst tief reicht.
3.) Einbringen von “scharfen” Sand oder Lava-Granulat.
Da wir von 1.) leider zu spät erfahren haben und diesen Sommer noch Rasen sähen wollen, fällt diese Möglichkeit (wenigstens für die Rasenflächen) aus.
Wir haben einen Bauern aus dem Nachbarort gefunden, der unseren Garten zunächst mit einem “Tiefenmeißel” auflockert. Ein Tiefenmeißel ist ein Gerät, das ähnlich wie ein Pflug mit dem Trecker durch den Boden gezogen wird, allerdings sind es hier nur “Krallen” die den Boden aufreißen und zwar bis ca. 80cm tief! (Achtung bei Abwasserrohren etc.!) Anschließend wollen wir “scharfen” Sand (also Kiessand) verteilen und den Boden mit einer etwas größeren Fräse bearbeiten. Diese reicht ca. 25cm tief, arbeitet den Sand ein und macht diese Schicht krümeliger. Dann ist der Boden hoffentlich locker genug, damit wir ihn harken können und Rasen sähen können.
Laut Bebauungsplan, sind wir verpflichtet, an der hinteren Grundstücksgrenze, eine Weißdorn-Hecke zu pflanzen. An dieser Stelle war bereits früher eine solche Hecke, von der jedoch nur noch einige mittlerweile große Büsche übrig sind. An der Seite zum rechten Nachbargrundstück werden wir diese Hecke ebenfalls fortsetzen. Da auf dem linken Nachbargrundstück z. Zt. gebaut wird, werden wir hier zunächst keine Hecke pflanzen. Da in Deutschland ja wirklich alles genau geregelt ist und es für jeden Sch… ein Gesetz gibt, ist das nach niedersächsischem Nachbarrechtsgesetz ( NNachbG bzw. NRG) eh Aufgabe unseres Nachbarn.

















